Eine aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung offenbart ein alarmierendes Bild: In Brandenburg ist nur jede hundertste Kita ausreichend mit Personal ausgestattet. Mehr als die Hälfte der Einrichtungen arbeitet mit weniger als 60 Prozent der empfohlenen Erzieherstellen. Von guter Bildung, individueller Förderung und verlässlicher Betreuung kann unter diesen Bedingungen keine Rede sein.

Im Bundesvergleich steht Brandenburg besonders schlecht da. Mit einer Personalausstattungsquote von nur 0,59 liegt das Land weit unter dem ohnehin schon unzureichenden Bundesdurchschnitt. Gerade in Ostdeutschland zeigt sich ein massiver Strukturmangel, der seit Jahren bekannt ist, aber politisch ignoriert wird.

Besonders brisant ist, dass die Anforderungen in vielen Kitas deutlich gestiegen sind. Ein wachsender Anteil von Kindern mit nichtdeutscher Muttersprache sowie Kinder mit besonderem Förderbedarf bindet zusätzliche Zeit und Personal. Doch statt diese Realität ehrlich anzuerkennen und entsprechend zu handeln, lässt die Landesregierung Erzieher mit der Überforderung allein und gefährdet damit die Entwicklung unserer Kinder.

Diese Zustände sind das Ergebnis jahrelanger Fehlentscheidungen, falscher Prioritäten und einer realitätsfernen Politik. Während Milliarden für ideologische Projekte und integrationspolitische Experimente ausgegeben werden, fehlt es dort, wo es um die Zukunft unseres Landes geht: bei unseren Kindern.

Wir fordern einen grundlegenden Kurswechsel! Brandenburg braucht eine verlässliche, ausreichende Finanzierung der Kitas, kleinere Gruppen und eine deutliche Verbesserung der Personalschlüssel. Erzieher müssen entlastet und für ihren Beruf zurückgewonnen werden. Frühkindliche Bildung darf kein Experimentierfeld sein, sondern muss sich wieder am Kindeswohl, an Qualität und an realistischen Rahmenbedingungen orientieren. Nur so sichern wir Zukunft und Bildung für die nächste Generation.

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