An der Lausitz-Klinik in Forst wächst die Sorge um die Zukunft des Standortes. Beschäftigte protestieren gegen mögliche Verschlechterungen ihrer Arbeitsbedingungen und befürchten Einschnitte bei Löhnen und Tarifstandards. Hintergrund ist der geplante Verkauf der Mehrheitsanteile an das Evangelische Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin. Die Klinik schreibt seit Jahren rote Zahlen, zuletzt fehlten rund 1,7 Millionen Euro.

Die Belegschaft soll nun offenbar ihren Beitrag zur Sanierung leisten. Nach Angaben der Gewerkschaft stehen neue Tarifverhandlungen im Raum, bei denen niedrigere Löhne diskutiert werden. Dabei haben die Beschäftigten bereits in der Vergangenheit durch Abweichungen vom Flächentarifvertrag und geringere Arbeitszeiten zur Stabilisierung beigetragen. Für viele Mitarbeiter ist die Belastungsgrenze erreicht.

Krankenhäuser im ländlichen Raum geraten zunehmend unter wirtschaftlichen Druck. Steigende Kosten, unzureichende Finanzierung durch Bund und Länder sowie fehlende Planungssicherheit gefährden die medizinische Versorgung vor Ort. Am Ende zahlen Beschäftigte und Patienten den Preis.

Ich werde als Landrätin leidenschaftlich für den Erhalt des Klinikstandortes Forst kämpfen. Es braucht endlich eine nachhaltige Krankenhausfinanzierung, die ländliche Regionen nicht benachteiligt. Statt weiterhin Milliarden an Steuergeldern für Migration oder teure Klimasymbolpolitik zu verschwenden, braucht es endlich strukturelle Reformen im Gesundheitswesen, eine faire und auskömmliche Refinanzierung medizinischer Leistungen sowie eine klare Prioritätensetzung zugunsten der wohnortnahen Versorgung. Die Lausitz braucht starke Krankenhäuser und sichere Arbeitsplätze – keine weiteren Einschnitte auf dem Rücken der Beschäftigten!

https://www.rbb24.de/…/lausitz-klinik-forst-protest…

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